Die Damen mit den Hirschgeweihen: Faon Faon

Ein charmantes kleines Chanson über Eskimos? Solche Kleinigkeiten zaubern die beiden Damen von Faon Faon scheinbar mühelos herbei. faonWenn man die eigene Girlband schon nach Hirschkälbern benennt, dann geht das wohl ganz einfach. Olympia Boule und Fanny Vanilia, so heißen die Musikerinnen aus Brüssel, die mit einer federleichten und schrägen Mischung aus französischem Gassenhauer, Weird Folk, elektronischem Spielkram und HipHop ihre ganz eigene Nische besetzen. Das klingt ebenso fragil wie selbstbewusst und immer poetisch. An Poetry Slams könnten die Mademoiselles allemal teilnehmen, bevor sie wieder in Richtung frech-naiven Kinderzimmerpop wechseln und in feine Harmoniegesänge ausbrechen! Tribalen Beats sind die beiden ebenfalls nicht abgeneigt. Allzu ernst nehmen sich Faon Faon erfreulicherweise nicht. Die beiden sind  Philosophinnen des Alltags, die mit Bonmots zum Thema Ehe wie  „C’est comme le latin, c’est beau mais ça ne sert plus à rien“ aufwarten: Die Ehe ist wie Latein, das ist schön, aber völlig nutzlos! Ein kleines Chanson mit dem kryptischen Titel „FSLD V2″ gefällt ausgesprochen gut – so weit es meine Französischkenntnisse zulassen, geht es hier ums Singen unter der Dusch: Ein Track, der längst überfällig war! Jedenfalls sind das Töne, zu denen man vergnügt durchs Wohnzimmer  steppen und sich trotzdem schlau vorkommen kann.

 

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