Leicht verzweifelt bin ich sowieso: Cook Strummer

Eines muss man Max Donnet lassen: Sein Bühnenname Cook Strummer klingt sehr cool! Der blasse, blonde junge  Musiker war vier Jahre bei der Brüsseler Garagenpop-Band The Donnets aktiv, bevor er Anfang des Jahres nach Berlin gezogen ist. Wo er sein Soloprojekt Cook Strummer gestartet hat. Denn wo anders als in der deutschen Hauptstadt kann man einen reduzierten, lebensangst-affinen Depri-Pop so schön pflegen? Wo anders kann man die urbane Hoffnungslosigkeit in Waschsalons zur Kunstform erheben? cookCook Strummer nimmt hörbar Bezug auf die großen Schmerzensmänner der britischen New-Wave-Bewegung der frühen 80er, in der das Fallen, das Scheitern und die Ästhetik der leisen Verzweiflung die Fixpunkte sind. Joy Division, die frühen Smiths und die nachdenklicheren Clash. Der Musiker mit der Falsettstimme findet ein kleines Gegengift in Form tanzbarer Beats und triphoppiger Edel-Tranigkeit. Momentan arbeitet er an seinem Debütalbum, das sinnigerweise den Namen „The Fall“ trägt. Und bewegt sich leichtfüßig durch Räume, in die kaum Tageslicht dringt. Mit einer Präzision, die all die Melancholie Lügen straft! Vom  sehr feinen Track „Fallen“ gibt es eine reduzierte, halb akustische Version, die fast besser gefällt als die üppigere Studio-Variante. Max Donnet sieht so aus, als ob er ständig frieren würde. Aber in seinem Inneren, da brennt ein intensiv loderndes Feuerchen! Wer mehr hören möchte: Auf Bandcamp gibt es noch einige Songs zum Hereinhören!

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