Go March, ins Land der elektronischen Merkwürdigkeiten

Wenn eine Band sich von Film-Altmeister David Lynch beeinflussen lässt, dann ist man diesen Musikern zumindest schon mal wohlwollend gegenüber eingestellt. Bei dem eigenwilligen Blick, den Lynch auf die Welt hat, da ist doch Überraschendes zu erwarten! Das Gefühl trügt tatsächlich nicht: Go March aus Antwerpen geben sich gehoben geheimnisvoll. Auf den wenigen Promo-Fotos, go marchdie von den Dreien existieren, tragen sie weiße Plastik-Schutzkleidung und weiße Kugelköpfe und posieren vor dräuend dunkler Waldkulisse. Fans von übernatürlichen Phänomenen sind Go March unbedingt, wenn man ihrer Debütsingle „Rise“ lauscht: Das Instrumentalstück ufert gekonnt aus und bewegt sich elegant in den Graulanden zwischen Filmmusik, Kraut- und Postrock. Mogwai meets Kraftwerk, wie die Band selbst schreibt? Ja, irgendwie schon. Aber auch eine gute Prise Konsolenmusik mit bliependen Beats, die sich über diese vergrübelten deutschen Gitarrenklänge legen! Zu sehr später Stunde könnte man zu diesen süchtig machenden Computer-Grooves auch tanzen und dezent das Haupthaar schütteln. Go March schreiben den Soundtrack für ein Roadmovie, das sachte gen Düsternis taumelt. Ein sanfter Horror lauert an den Rändern. Sehr stylish, sehr elaboriert!

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