Bambi, Laser und Acid mit Seiren

Ausgetüftelte elektronische Beats mit jazzigen Vocals kombinieren. Unterkühlte Soundlandschaften von geschmeidiger Eleganz schaffen. Neugierige Ausflüge ins luftige Chansonfach wagen. Spröde experimentelle Töne erproben. Mitunter leise urbane (Schauer)Märchen erzählen. Keine Scheu vor der gefühlsbetonten Pianoballade zeigen. Und dabei durchaus clubaffin für die mondsüchtigen Stunden nach Mitternacht zu klingen: Seiren aus Gent haben keine Scheu vor Genregrenzen. Das Trio hat erst vor etwa einem Jahr in der jetzigen Besetzung zusammengefunden, als sich Sängerin Charlotte Jacobs and Drummer Gert Malfliet dem Soundtüftler Jens Paeyeneers anschlossen. Die Bandbeschreibung „Imagine Bambi with lasers and acid“ nimmt jedenfalls ziemlich für die Newcomer ein. Die auf Englisch und Niederländisch singen. Und sich erfreulicherweise alle Zeit der Welt lassen, um den eigenen Sound zu entwickeln. Seiren (ausgesprochen wie die Sirene auf Englisch) haben kürzlich ihre erste, angenehm komplizierte EP „Architekt“ vorgelegt, in der man sich an langen Sommerabenden mit sich endlos hinziehender Dämmerung bestens verlieren kann. Sehr gut gefällt der balladige, trauumverlorene, auf niederländisch gesungene Track „Helder“. Via Bandcamp kann man der gesamten EP lauschen.

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