Frei wie die Möwen mit Sonnfjord

Sanfte Blau- und Grüntöne dominieren, wenn man die Website von Sonnfjord besucht. Klar, das müssen Skandinavier sein, Norweger wahrscheinlich. Falsch gedacht! Das Quintett um Sängerin und Gitarristin Maria-Laetitia Mattern kommt aus der Kleinstadt Braine L´Alleud vor den Toren Brüssels, wo vor 200 Jahren die Schlacht von Waterloo tobte. Verträumt, sanft und nachdenklich geht es hier zu, wenn Sonnfjord ihre folkpoppigen Songs mit leichter Feder zeichnen und die Fleet Foxes oder First Aid Kit als wichtige Einflussfaktoren nennen. Was hier den kleinen Unterschied ausmacht, das ist die helle, ausdrucksstarke Stimme von Maria-Laetitia Matern. Die es übrigens hervorragend vesrsteht, die Klaviatur der Zwischentöne zu bedienen! Die Debüt-EP „Wooden Hills“ ist gerade erschienen. Die Werkschau der Wallonen muss naturgemäß noch knapp ausfallen, aber das feine Video zu „Seagull“ spielt auf subtile Weise mit Eskapismus-Fantasien und dem starken Wunsch um die Bewahrung der kindlichen Unschuld und des naiven Blicks auf die Welt. Wegfliegen wie die Möwen, schön wäre das! Sonnfjord gelingt es hier bestens, eine zart ziehende Sehnsucht in unserer Magengrube zu erzeugen. Und das schaffen sie mit bewusster Zurückhaltung. Laute Töne sind die Sache von Sonnfjord nicht. Gut so! Und um die weiblichen Huckleberry Finns im Video brauchen wir uns wohl keine Sorgen machen: Die werden der durchgetakteten Erwachsenenwelt immer wieder mit nächtlichen Taschenlampensignalen Paroli bieten!

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