Die Damen im Kleinen Schwarzen: Blondy Brownie

Das klassische französische Chanson mit Beats aufpeppen, bis man sanft in Richtung Popsong driftet, ohne sich dabei von feinnerviger Innerlichkeit zu verabschieden: Neu ist dieser Ansatz nicht, aber was Blondy Brownie aus Brüssel mit allen möglichen elektronischen und analogen Helferlein erschaffen, das kann sich hören lassen. Aurélie Muller und Catherine De Biasio spielen in verschiedenen belgischen Bands (das sind ja fast schon isländische Verhältnisse!) und überzeugen mit eigenwilligem Charme und unbestreitbarer Eleganz. Alles wirkt ganz leicht dahingehaucht, aber das dürfte mitnichten so sein. Hinter Mühelosigkeit steckt immer harte Arbeit!

So weit ich die recht sparsamen Informationen auf der Website der beiden Damen im Kleinen Schwarzen richtig verstehe, arbeiten sie gerade an einem Konzeptalbum: Zwölf Songs, und auf jedem dieser Tracks darf immer nur ein boy mitspielen. Bei der Auswahl der männlichen musikalischen Begleiter ist das Duo sehr, sehr wählerisch. Bisher traten als Gäste auf: John McEntire von Tortoise und Shane Aspegren von The Berg Sans Nipple.

Was bei den Tracks von Blondy Brownie vielleicht am meisten gefällt, ist die Tatsasche, dass die Musikerinnen nicht nur mit ironischen Engelszungen singen, sondern als Multiinstrumentalistinnen spielerisch zwischen Steel Drum, Bass, Virbrafon, Klarinette oder Omnichord hin- und herwechseln. Und dass sie Songs über bedrohliche Tiger singen sowieso!

 

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